2014

1st September Amalio Telenti is leaving the SHCS

Amalio Telenti

Amalio Telenti was a very active member of the Scientific Committee and known for his critical but constructive reviews. He guided himself many nested research projects and he had launched and directed the genetic core project.

It is less known that he also participated in the SHCS as a treating physician. His first follow-up visit is from 1998.

Today Amalio Telenti is leaving the SHCS and Switzerland to take up other challenges in the USA.

We thank him for his commitment and wish him and his family good look for the future.

1st June Pietro Vernazza stepped back from the scientific board

Pietro VernazzaPietro Vernazza contributes to the Swiss HIV Cohort Study in a significant manner since more then 20 years.
He founded the centre St.Gallen.
His creative ideas always stimulated the scientific activity of our network and he was often the link to Federal administrations and patient organizations.

Pietro Vernazza stepped now back from the scientific board and handed the representation of the St.Gallen outpatient clinic over to Patrick Schmid.

3rd February Kouyos et al., Hepatitis C transmitted during sexual contact


Clustering of HCV coinfections on HIV phylogeny indicates domestic and sexual transmission of HCV. 
International Journal of Epidemiology

pdf publication

press release SNSF in English , Deutsch and français.

1st January Thank you our Patients

Dear Ladies and Gentlemen,

We would like to thank you for your participation in the Swiss HIV Cohort Study (SHCS) that allows us to better understand and treat HIV infection. 
At the end of the year, we would like to inform you about the most important studies published in 2012 within the framework of the SHCS.

Prognosis of HIV infection has improved
Life expectancy of HIV-infected individuals receiving antiretroviral therapy has dramatically improved over the last 25 years, and most patients do not die from HIV infection any more. Prevention of cancer and liver diseases (hepatitis B and C) remains very important. At least one-third of all cancers are preventable with simple lifestyle changes such as not smoking, physical activity, healthy diet, moderate alcohol use, sunscreen and screening programmes for some cancers. 
Weber R. et al., HIV medicine (2012); epub ahead of print

Response to treatment is excellent 
Up to 90% of people starting a combination antiretroviral therapy achieve fully virological suppression, regardless of which antiretroviral drug combination has been given. These findings are very important as HIV therapy has to be continued lifelong and HIV transmission is dramatically reduced when HIV virus is very low.   
Elzi L. et al., Archives of Internal Medicine (2012); 172:1313-21

Co-infection with hepatitis C is increasing in men who have sex with men 
Hepatitis C is an infectious disease of the liver transmitted through blood products and, more rarely, sexual intercourse. Chronic liver infection can lead after many years to cirrhosis and liver cancer. Rates of hepatitis C co-infection have decreased over the last 13 years in injecting drug users due to needle exchange programs, but have increased by 18-fold in men who have sex with men because of increasing unprotected sexual intercourse. These data underline the importance of prevention among HIV-infected men who have sex with men to use of condoms and to diagnose hepatitis C earlier, as efficacious specific treatments are now available.
Wandeler G. et al. Clinical Infectious Diseases (2012); 55:1408-16

Fewer drug resistances with new HIV drugs
The emergence of drug resistances has substantially declined over the last years in patients receiving new combination antiretroviral therapies, most likely because of improved tolerability and once-daily dosing resulting in improved adherence to treatment.
Von Wyl V. et al., Clinical Infectious Diseases (2012); 54:131-40

We would like to thank you for your confidence, and hope that you will continue to give us your support.

We wish you all the very best for the New Year.

Team of the Swiss HIV Cohort Study

1st January Dankesbrief zum Jahreswechsel

Sehr geehrte Damen und Herren

Unsere Schweizerische HIV Kohorten Studie (SHCS) darf dieses Jahr mit grossem Stolz auf Ihr 25-jähriges Bestehen zurückschauen. Wie Sie wissen, hat sich in dieser Zeit rund um die HIV Erkrankung sehr viel getan. Dank dem steten wissenschaftlichen Fortschritt kann die HIV Krankheit heute viel besser behandelt werden. Mit Ihrer Teilnahme an dieser Studie tragen sie massgeblich zum grossen Erfolg bei. Dafür gebührt Ihnen ein herzlicher Dank. Zum Jahreswechsel möchten wir Ihnen auch dieses Jahr wieder über einige wichtige neue Studien berichten, die im Jahr 2013 im Rahmen der Schweizerischen HIV Kohorten Studie veröffentlicht worden sind.

Probleme bei einer Zusatzinfektion mit Hepatitis B
Leider ist die zusätzliche Infektion mit dem Hepatitis B Erreger ein häufiges Ereignis bei HIV positiven Menschen. So sind 25% aller Kohorten Patienten doppelt infiziert und wiederum ein Viertel davon leidet an einem chronischen Verlauf der Hepatitis-B Infektion. Vor allem dieser chronische Verlauf wirkt sich negativ auf den Therapieerfolg der HIV Erkrankung aus. Die immunkompetenten Zellen im Blut (CD4 Zellen) steigen nach Beginn der HIV-Therapie weniger schnell wieder an, obwohl die Vermehrung der HI-Viren erfolgreich unterdrückt werden kann. 
Wandeler et al. J Infect Dis 2013 ; Nov 1;208(9):1454-8

Erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Krebs am Darmausgang bei HIV-infizierten Personen
Dank der Registrierung aller Krebsfälle, welche bei den HIV-positiven Personen in der HIV-Kohorte seit 1988 aufgetreten sind, wurde ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Krebs am Darmausgang festgestellt. Er ist bis zu 30-mal so hoch wie in der HIV-negativen Bevölkerung. Besonders betroffen sind homosexuelle Männer. Die Krankheit tritt vorwiegend ab dem 35 Lebensjahr auf und gehäuft bei denjenigen Personen, die vor Therapiebeginn einen sehr tiefen CD4-Wert aufgewiesen haben. Auch bei Rauchern und bei Personen, bei welchen eine Zusatzinfektion mit dem Papillomavirus (HPV-16) festgestellt worden ist, ist das Risiko für diese Krankheit erhöht. Die Konsequenz aus diesen Erkenntnissen ist klar: Mit einer Therapie der HIV Erkrankung muss begonnen werden, bevor die immunkompetenten Zellen im Blut zu stark reduziert sind. Dies bedingt allerdings, dass eine Infektion tatsächlich erkannt wird. Auch sollten HIV-positive Personen speziell ermuntert werden, mit dem Rauchen aufzuhören.
Bertisch et al. Am J Epidemiol. 2013 Sep 15; 178(6):877-84.

Erektionsprobleme beim HIV-positiven Männern in der Schweizerischen HIV-Kohorte: ein häufiges Phänomen
Seit gut drei Jahren umfasst der Fragekatalog der SHCS auch Fragen rund um Erektionsprobleme beim Mann. Erste Analysen haben gezeigt, dass ungefähr ein Drittel aller befragten Männer in der SHCS unterschiedlich häufig davon betroffen sind. Funktionsstörungen der Erektion treten vor allem im Alter vermehrt auf. Auch scheinen Personen, die depressiv veranlagt sind oder solche mit einer langen Dauer der HIV Erkrankung, anfälliger für eine erektile Störung zu sein. Gemäss dieser Studie konnte aber mit Ausnahme von zwei Medikamenten kein Zusammenhang mit einer spezifischen antiretroviralen Therapie nachgewiesen werden. Die Ausnahmen waren die heute kaum mehr verwendeten Medikamente Zalcitabine und Enfuvirtide.  
Wang Q et al. Antivir Ther 2013; 18(3):337-44.

Gute Aussichten für HIV-positive Frauen mit einem Kinderwunsch
Gemäss internationalen Empfehlungen soll es heute schwangeren HIV-positiven Frauen möglich sein, ihr Kind auf natürliche Weise zu gebären.  Voraussetzung dafür ist, dass während der Schwangerschaft keine Viren im Blut der Frau nachgewiesen werden - sie also erfolgreich therapiert ist - und dass die Frau keine anderen Hindernisse hat, um ein Kind auf natürliche Art zu gebären. Weil sich aber viele Frauen vor einer Übertragung des Virus auf das Kind während der Geburt zu fürchten scheinen, setzt sich diese Empfehlung erst nach und nach durch. Gemäss einer Europäischen Studie mit Schweizer Beteiligung hat sich der Anteil natürlicher Geburten immerhin von 17% auf über 50% erhöht. Dies ist eine erfreuliche Entwicklung. Jedoch könnte dieser Anteil gemäss Analyse der Daten von Frauen ohne nachweisbare Viruslast höher sein. 
Aebi-Popp et al. J Acquir Immune Defic Syndr 2013 Sep 1;64(1):58-65.

Keine Änderung der antiretroviralen Therapie während der Schwangerschaft
Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die Konzentration der antiretroviralen Wirkstoffe während der Schwangerschaft im Blut niedriger ist als bei nichtschwangeren Frauen. Befürchtungen wurden deshalb laut, dass die antiretrovirale Therapie bei schwangeren Frauen nicht gleich wirksam sei und folglich die Dosis nach oben angepasst werden müsse. Eine weitere Studie hat nun aber Entwarnung gegeben. Sie hat gezeigt, dass der an Eiweissträger gebundene Anteil der aktiven Substanzen im Blut zwar erniedrigt ist. Dagegen ist aber der aktive Teil der eingenommen Therapie im Innern der Zellen selbst erhöht. Daraus folgt, dass während der Schwangerschaft keine Therapieanpassung erfolgen muss, um eine vollständige Unterdrückung der Viruslast erreichen zu können.  
Fayet-Mello et al. Antivir Ther 2013 ; 18 : 171-182.

Herz-Kreislauferkrankungen bei HIV-positiven Menschen: Welche Faktoren sind am wichtigsten
Eine grosse Europäische Studie, an der auch die SHCS beteiligt ist, hat aufgezeigt, welche Faktoren für die Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen bei HIV-positiven Menschen wichtig sind. Dabei stehen wiederum das Alter und Rauchen an erster Stelle.  Sie werden gefolgt von anderen wohlbekannten Risikofaktoren wie erhöhtes Cholesterin, erhöhter Blutzucker und Bluthochdruck. Auch konnte ein Zusammenhang mit gewissen genetischen Faktoren nachgewiesen werden. Der Einfluss der antiretroviralen Therapie ist vorhanden, aber verglichen mit den anderen Faktoren relativ unbedeutend.
Rotger et al. Clin Inf Dis 2013 ; 57 (1) : 112-21.

Angemessene Konzentration der antiretroviralen Substanzen im Gehirn ist wichtig, um die Virusvermehrung auch im Gehirn zu  unterdrücken.
60 Patienten, welche erfolgreich mit einer Triple-Therapie behandelt werden und seit mindestens 3 Monaten keine Viren im Blut aufweisen, haben sich für diese Studie zu einer Entnahme von Gehirnflüssigkeit bereit erklärt. Sie ist durch eine Lumbalpunktion im Intervall von zwei Jahren erfolgt, indem mittels einer Hohlnadel im Bereich der Lendenwirbelsäule Gehirnflüssigkeit aus dem Rückenmarkskanal entnommen wird. Das Resultat ist erfreulich: Nur bei 4 Personen konnte eine kleine Anzahl Viren nachgewiesen werden. Das Auftreten von Viren in der Gehirnflüssigkeit ist eng damit verbunden, wie gut die aktiven Substanzen die Blut-Hirnschranke passieren können. Deshalb sollte darauf geachtet werden, dass bei der Therapie diejenigen Substanzen gewählt werden, die in die Gehirnflüssigkeit eindringen. Dies ist wichtig, damit sich dort kein verstecktes Virenreservoir bilden kann. 
Cusini et al. J Acquir Immun Defic Syndr 2013 ; 62 : 28-35.

Wie sie diesem kurzen Bericht entnehmen können, hat die Schweizerische HIV Kohorte auch in diesem Jahr wieder wichtige wissenschaftliche Beiträge geliefert, die es erlauben, die HIV-Krankheit noch besser zu verstehen. Diese Studien sind nur dank Ihrer aktiven Mitwirkung möglich. Wir möchten Ihnen für Ihr Vertrauen nochmals unseren herzlichen Dank aussprechen und wünschen Ihnen und Ihren Angehörigen alles Gute im neuen Jahr.

Das Team der Schweizerischen HIV Kohorten Studie

1st January Lettre de remerciements

Mesdames, Messieurs,

Nous aimerions vous remercier pour votre participation à l’étude suisse de cohorte VIH qui nous permet d’améliorer nos connaissances et de mieux traiter l’infection par le virus VIH.

L’année 2013 arrivant à son terme, nous aimerions vous résumer quelques études publiées récemment dans le cadre de l’étude suisse de cohorte VIH.

L’infection par l’hépatite B est associée à une reconstitution immunologique incomplète chez les patients VIH+
L’infection par le virus de l’hépatite B est fréquente chez les sujets HIV positifs : dans un collectif de 4773 patients inclus dans la cohorte, 6% présentent une hépatite B chronique et 26% une ancienne hépatite B. Les patients présentant une hépatite B chronique débutant un traitement contre le VIH ont une hausse des CD4 plus faible et plus lente que les patients qui ne sont pas infectés ou qui ont une hépatite résolue. Le virus de l’hépatite B semble donc influencer négativement la réponse immunologique au traitement du VIH. En revanche, le virus de l’hépatite B n’a pas d’influence sur l’efficacité de la thérapie anti-VIH lorsqu’on analyse la réponse virologique (virémie VIH). 
Wandeler et al. J Infect Dis 2013 ; Nov 1;208(9):1454-8.

Facteurs de risque pour le cancer de l’anus chez les personnes infectées par le VIH
Le risque de cancer de l’anus est 30x plus élevé chez les sujets séropositifs que dans le reste de la population. Entre 1988 et 2011, un cancer de l’anus a été identifié chez 59 patients inclus dans la cohorte, dont 73% étaient des hommes qui ont des rapports sexuels avec les hommes. Le tabagisme actif, l’infection par le papillomavirus (HPV-16) et une histoire de taux de CD4 bas étaient associés à un risque accru de cancer. L’influence des CD4 était la plus forte 6-7 ans avant le diagnostic du cancer et se manifestait même en cas d’immunosuppression légère (CD4 200-500 cell/mm3). L’arrêt du tabac et un traitement antirétroviral précoce pour limiter la chute des CD4 semblent donc être des facteurs importants pour réduire le risque de développer un cancer de l’anus.
Bertisch et al. Am J Epidemiol. 2013 Sep 15; 178(6):877-84.

Prévalence de dysfonction érectile chez les hommes VIH+ dans la cohorte Suisse : un problème fréquent sans lien avec le traitement antirétroviral
Des questions relatives à la dysfonction érectile ont été introduites dans le questionnaire de la cohorte en 2009. Parmi 4064 hommes interrogés entre 2009 et 2010, une dysfonction érectile était rapportée dans les 6 mois précédents chez 34% (souvent 11%, parfois 13%, rarement 10%). Les facteurs de risque pour une dysfonction érectile étaient l’âge, une infection VIH de longue date et la dépression. Aucune association avec une classe de médicaments antirétroviraux n’a été observée, sauf en cas d’exposition cumulée au zalcitabine (ddC) et à l’enfuvirtide (Fuzéon), deux agents qui ne sont plus utilisés de routine actuellement.
Wang Q et al. Antivir Ther 2013; 18(3):337-44.

Femmes enceintes avec une virémie indétectable sous traitement : plus d’accouchements pourraient être effectués par voie basse
Les recommandations internationales actuelles permettent aux femmes enceintes qui ont une virémie indétectable d’accoucher par voie basse pour autant qu’elles n’aient pas de contre-indications obstétricales. Entre 2000 et 2010, dans un collectif de 3013 grossesses issues de la Cohorte Suisse HIV Mère et Enfant et d’un registre européen, 28% des femmes ont été diagnostiquées VIH+ en cours de grossesse. Parmi les femmes sous traitement antirétroviral pendant la grossesse, une virémie indétectable a été atteinte avant l’accouchement chez 86%. Après l’introduction des nouvelles recommandations, la proportion des accouchements par voie basse a augmenté de 17% à 52% et celle des césariennes a baissé de 65% à 27%. Parmi les femmes avec une virémie indétectable, 55% ont accouché par césarienne et pour plus d’un tiers d’entre elles, un accouchement par voie basse aurait été possible si les recommandations avaient été appliquées à la lettre.
Aebi-Popp et al. J Acquir Immune Defic Syndr 2013 Sep 1;64(1):58-65.


Pas de nécessité d’ajuster les doses des médicaments antirétroviraux pendant la grossesse
Des données scientifiques suggéraient un abaissement de la concentration des agents antirétroviraux dans le sang des femmes enceintes VIH positives. Pour cette raison, une étude a été menée chez 42 femmes sous un traitement de Kaletra avec des prises de sang à chaque trimestre. Les résultats ont montré des concentrations totales du médicament plus basses que celles observées chez les femmes non enceintes. Toutefois, la concentration de la fraction libre du médicament, non liée aux protéines et active à l’intérieur de la cellule, était augmentée. Ces données permettent de conclure que malgré des taux sanguins totaux plus bas, le traitement antirétroviral reste efficace pendant la grossesse et qu’aucun ajustement de la dose n’est nécessaire.
Fayet-Mello et al. Antivir Ther 2013 ; 18 : 171-182.

Contribution des facteurs génétiques, des facteurs de risque cardiovasculaires traditionnels et des facteurs liés au HIV au développement d’une maladie coronarienne
Une étude européenne, en collaboration avec la cohorte VIH suisse, chez 571 patients séropositifs, a montré que la contribution la plus importante au développement d’une maladie coronarienne était l’âge et le tabagisme actif, avant les autres facteurs de risque cardiovasculaires traditionnels (cholestérol, diabète, hypertension) et les facteurs génétiques. Les facteurs liés au HIV et notamment au traitement antirétroviral influençaient aussi le risque cardiovasculaire mais dans une mesure beaucoup plus faible.
Rotger et al. Clin Inf Dis 2013 ; 57 (1) : 112-21.

Corrélation entre la pénétration cérébrale des médicaments antirétroviraux et la réplication du virus HIV dans le système nerveux central
Soixante patients sous trithérapie avec une virémie indétectable depuis plus de 3 mois ont donné du liquide céphalo-rachidien (LCR) par ponction lombaire à 2 ans d’intervalle. Seuls 4 d’entre eux avaient un taux de virus faiblement détectable dans le LCR. La détection du virus VIH dans le système nerveux central était corrélée à la capacité de pénétration cérébrale des molécules antirétrovirales. Un changement de trithérapie en faveur de molécules qui pénètrent mieux dans le cerveau pourrait permettre un meilleur contrôle de l’infection dans ce site considéré comme un sanctuaire du virus.
Cusini et al. J Acquir Immun Defic Syndr 2013 ; 62 : 28-35.

Nous vous remercions très sincèrement de votre confiance et espérons pouvoir compter sur votre soutien pour 2014.

Avec nos meilleurs vœux pour la Nouvelle Année.

L’équipe de l’étude suisse de cohorte VIH

1st January Lettera di ringraziamento

Gentile signora, egregio signore,

Vorremmo ringraziarla per la sua partecipazione allo studio di coorte svizzera HIV, che ci permette di migliorare le nostre conoscenze e di trattare sempre meglio l’infezione da HIV.

L’anno 2013 è appena terminato e vorremmo informarla sugli studi pubblicati nel quadro dello studio svizzero di coorte HIV.

L’infezione da epatite B è associata ad una ricostituzione immunologica incompleta nei pazienti HIV positivi
L’infezione dovuta al virus dell’epatite B è frequente in persone HIV positive: in un collettivo di 4773 pazienti inclusi nella coorte il 6% presenta un’epatite B cronica e il 26% ha avuto in passato un epatite B. Pazienti affetti da una epatite B cronica che iniziano un trattamento contro l’HIV hanno un rialzo dei CD4 più debole e più lento rispetto ai pazienti senza epatite B oppure che hanno un’infezione da epatite B inattiva. Il virus dell’epatite B sembra quindi influenzare negativamente la risposta immunologica al trattamento anti HIV. Malgrado ciò, analizzando la risposta virologica (viremia HIV), si è costatato che il virus dell’epatite B non influisce sull’efficacia della terapia anti HIV. 
Wandeler et al. J Infect Dis 2013 ; 208(9):1454-8.

Fattori di rischio per il cancro all’ano in persone infette da HIV
Il rischio di contrarre un cancro all’ano è 30 volte maggiore in soggetti sieropositivi rispetto al resto della popolazione. Tra il 1988 e il 2011, un cancro all’ano è stato diagnosticato in 59 pazienti inclusi nella coorte; 73% erano uomini che avevano dei rapporti sessuali con uomini, 93% aveva più di 35 anni.
Il tabagismo attivo, l’infezione da papilloma virus (HPV-16) e una storia medica di CD4 bassi erano associati al rischio accresciuto per il cancro. L’influsso dei linfociti CD4 era maggiore nei 6-7 anni prima della diagnosi di cancro e si manifestava anche in caso di immunosoppressione leggera (CD4 200-500 cellule/mm3). La sospensione del fumo e l’inizio di un trattamento antiretrovirale precoce per limitare la discesa dei linfociti CD4 sembrano essere fattori importanti per la riduzione del rischio di sviluppare un cancro all’ano.
Bertisch et al. Am J Epidemiol. 2013; 178(6):877-84.

Donne in gravidanza con una viremia non misurabile sotto trattamento : più parti potrebbero essere effettuati per via naturale
Le raccomandazioni internazionali attuali permettono alle donne in gravidanza che hanno una viremia HIV soppressa, di partorire per via naturale se non ci sono controindicazioni di natura ostetrica.
Tra il 2000 e il 2010, in un collettivo di 3013 gravidanze osservate nella Coorte svizzera HIV Madre e Bambino e in un registro europeo, la diagnosi di sieropositività HIV è stata fatta nel 28% dei casi durante la gravidanza.
Fra le donne con trattamento antiretrovirale durante la gravidanza, nell’ 86% la viremia HIV era soppressa prima del parto. Dopo l’introduzione delle nuove raccomandazioni, la proporzione di parti per via naturale è aumentata dal 17% al 52% e i parti con taglio cesareo sono diminuiti dal 65% al 27%. Il 55% delle donne con una viremia HIV non misurabile ha partorito con taglio cesareo e per più di un terzo di loro un parto per via naturale sarebbe stato possibile se le raccomandazioni fossero state applicate alla lettera.
Aebi-Popp et al. J Acquir Immune Defic Syndr 2013 Sep 1;64(1):58-65.

Prevalenza della disfunzione erettile nell’uomo sieropositivo nella coorte svizzera : un problema frequente senza legami con il trattamento antiretrovirale
Le domande relative alla disfunzione erettile sono state introdotte nel questionario della coorte nel 2009. Di 4064 uomini interrogati tra il 2009 e il 2010, il 34 % ( 11% spesso, 13% a volte, 10% raramente) riferiva una disfunzione erettile nei 6 mesi precedenti. I fattori di rischio per una disfunzione erettile erano l’età, un’infezione HIV di lunga data e la depressione. Non è stata osservata nessuna associazione con le differenti classi di farmaci antiretrovirali, salvo un caso d’esposizione prolungata alla zalcitabina (ddC) e all’enfuvirtide (T-20), due sostanze che attualmente non sono più utilizzati di routine.
Wang Q et al. Antivir Ther 2013; 18(3):337-44.

 

Nessuna necessità d’adattamento della dose dei medicamenti antiretrovirali durante la gravidanza
II dati scientifici suggeririscono un abbassamento della concentrazione degli agenti antiretrovirali nel sangue delle donne sieropositive in gravidanza. Per questa ragione è stato fatto uno studio in 42 donne sotto trattamento di lopinavir/ritonavir (Kaletra) con prelievi di sangue ogni trimestre. Lo studio ha mostrato delle concentrazioni totali del medicamento inferiori a quelle osservate in donne non gravide. Tuttavia , la concentrazione della frazione libera del medicamento, non legata alle proteine e attiva all’interno delle cellule, era aumentata. Questi dati permettono di concludere che l’efficacia del trattamento antiretrovirale durante la gravidanza è mantenuta. Malgrado un tasso sanguigno totale inferiore non è quindi necessario alcun adattamento del dosaggio. 
Fayet-Mello et al. Antivir Ther 2013 ; 18 : 171-182.

Contributo dei fattori genetici, dei fattori di rischio cardiovascolare tradizionali e dei fattori in relazione all’HIV allo sviluppo di una malattia coronarica.
Uno studio europeo in collaborazione con la coorte Svizzera HIV con 571 pazienti sieropositivi ha dimostrato che i fattori più importanti che contribuiscono allo sviluppo di una malattia coronarica sono l’età e il tabagismo attivo, seguiti da altri fattori di rischio cardiovascolare tradizionali (colesterolo, diabete, ipertensione) e dalle caratteristiche genetiche. I fattori in relazione all’HIV e al trattamento antiretrovirale hanno pure un influsso sul rischio cardiovascolare ma in misura molto minore.
Rotger et al. Clin Inf Dis 2013 ; 57 (1) : 112-21.

Correlazione tra penetrazione cerebrale dei medicamenti antiretrovirali e la replicazione del virus HIV nel sistema nervoso centrale
60 pazienti sotto triterapia con una viremia soppressa da più di 3 mesi sono stati sottoposti ad una punzione lombare a 2 anni di distanza per ottenere del liquido cerebrospinale. In 4 pazienti soltanto è stata trovata una carica virale misurabile molto bassa nel liquido cerebrospinale. La detezione del virus HIV nel sistema nervoso centrale correlava con la capacità delle molecole antiretrovirali di penetrare nel cervello. Un cambiamento della triterapia a favore di molecole che penetrano meglio nel cervello potrebbe permettere un controllo migliore dell’infezione in questo sito considerato come un santuario del virus.
Cusini et al. J Acquir Immun Defic Syndr 2013 ; 62 : 28-35.

La ringraziamo sinceramente per la sua fiducia e speriamo di poter contare sul suo sostegno anche nel 2014.

Con i migliori auguri per l’anno Nuovo

Il gruppo dello studio Svizzero della coorte HIV